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Der Kreistag verabschiedete am 25.06.2008 die geänderte Schulnetzplanung und wird somit sein Mittelschulnetz langfristig sichern. Mit der zweiten Änderung des Schulnetzplanes im Leipziger Land hat der Kreistag den Beobachtungsstatus der Mittelschule Pegau einstimmig aufgehoben. Damit wurde unsere Einrichtung als stabil und sicher eingestuft.
Die Stadt Pegau als Schulträger ist somit künftig endlich in der Lage, Schulbaufördermittel zu erhalten und in die Schulgebäude zu investieren. Der Landkreis begründete seine Änderung mit den steigenden Schülerzahlen und den günstigen Geburtenzahlen. Die Prognose einer höheren Mittelschülerzahl versetzt den Landkreis in die Situation, mit seinen zehn Mittelschulen langfristig zu planen.
Ein langer Kampf um die Mittelschule Pegau endet nun erfolgreich für unsere Stadt. Dies gibt unserer Einrichtung die Chance, sich auch in der Schullandschaft im Landkreis zu etablieren.
Die Entscheidung zum Erwerb der Filzfabrik durch die Stadt war ein Gewinn für den Schulstandort. Zur Erstellung einer Projektstudie für die mittelfristige Weiterentwicklung des Kinder- und Schulzentrums in der Ernst-Reinsdorf-Straße wurde vorausschauend bereits im Mai 2008 ein Markkleeberger Planungsbüro beauftragt. Ziel ist es, den Schulstandort Pegau strategisch auf die Anforderungen der kommenden Jahre einzustellen und die Bedingungen für die Kinder und Jugendlichen zu verbessern. Dies umfasst den Bereich Kindergarten "Sonnenschein", Grund- und Mittelschule, Schülerfreizeittreff, Schulgarten und Sporthalle. Gründe hierfür sind sich abzeichnende Engpässe hinsichtlich der Raumkapazität in den beiden Schulen und der lange Fußmarsch der Hortkinder in ihr jetziges Domizil. In einer ersten Studie wird untersucht, wie in Zukunft am günstigsten die freien Räume und Plätze hierzu genutzt werden können. Besonderes Augenmerk legt die Stadt Pegau als Schulträger dabei auf Schulunterricht einschließlich Ganztagsangebote sowie den Hort. Ebenfalls soll das ungenutzte Außengelände hinter und neben der "Filze" als Sport- und Freizeitanlage optimal einbezogen werden. Der neue Schulsportplatz soll zu einer modernen Sportanlage direkt neben der "Filze" den Sportunterricht aufwerten und auch für Vereine eine Trainingsalternative bieten. Eine Verkehrskonzeption, bei der auch die Haltestellen für die Schulbusse betrachtet werden, soll die Sicherheit erhöhen. Durch effektives Nutzen von Räumen in der Ex-Filzfabrik sollen Kräfte hinsichtlich Betreuungspersonal und Bewirtschaftung gebündelt werden. Perspektivisch sollen auch zusätzliche Unterrichtsräume geschaffen werden mit Blick auf die veränderte Schullandschaft und ein längeres gemeinsames Lernen. Unsere Schule soll für Schüler aus Pegau, Elstertrebnitz, Kitzen und Zwenkau so attraktiv wie nur möglich gestaltet werden, um die erforderlichen Schülerzahlen auch stets zu erreichen.
Quelle: Pegauer Amtsblatt 08/2008
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Computerkurse, Tanzen, Fremdsprachen, Modellbau oder Kunst sind nur einige von zahlreichen Ganztagsangeboten der Pegauer Mittelschule. Seit knapp zwei Jahren betreuen Lehrer und örtliche Vereine erfolgreich die abwechslungsreichen Projekte. Auch der Pegauer Angelverein "Weiße Elster" e. V. engagiert sich so von Beginn an für den jugendlichen Nachwuchs. Jeden Mittwochnachmittag bringen die Männer um den Vereinsvorsitzenden Jens Hillemann und Jugendwart Michael Dörling den derzeit 16 Petrijüngern der Schule das Einmaleins des Angelns bei. Dazu gehört zunächst natürlich einiges an Theorie. "Wir erklären den Kindern die Anglergesetze, unterrichten sie in Naturschutz oder Fisch- und Gerätekundekunde", erklärt Hillemann. Sobald es die Witterung zulässt, werden dann die Unterrichtsstunden hinaus an die Gewässer verlegt, um das Erlernte in der Praxis zu festigen.
Am letzten Freitag standen gleich zwei ganz besondere Erlebnisse für die Jungangler auf dem Plan. Zunächst ging es nach Espenhain zur Wermsdorfer Fisch GmbH. Hier konnten alle ihre Ruten im großen Forellenbecken auswerfen. Nach einigen kleinen Tipps der Betreuer dauerte es auch nicht lange, bis die ersten dicken Fische an den Haken hingen. Sehr zur Begeisterung der zehn anwesenden Petrijünger, konnten am Ende alle einen selbst gefangenen Fisch mit nachhause nehmen. Am Abend schlug das Anglerteam dann die Zelte am Ufer der Pegauer Kiesgrube Kallenbach zum ersten gemeinsamen Nachtangeln auf. Ein Abenteuer, auf das sich die Schüler schon lange freuten, wurde Wirklichkeit. Ausgerüstet mit wetterfester Kleidung störte dabei die wechselhafte Witterung keineswegs. Gleich nach dem leckeren Abendbrot aus der Grillpfanne besetzten die erwartungsvollen Kids ihre Plätze und hofften mit Tauwürmern, Maden und Teig als Köder auf den großen Fang.
"Die Ruhe am Wasser ist das Schöne am Angeln. Wenn dazu noch ein Fisch anbeißt, macht es umso mehr Spaß", sagte Marcus Waitz. Der elf-Jährige ist seit zwei Jahren begeisterter Angler und neben dem Ganztagsangebot der Schule oft mit seinem Vater Mario beim Fischen. Zudem lobte er die lockere Art der Betreuer, die den Jugendlichen ständig mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dass der Pegauer Angelsport keine Jungendomäne bleibt, dafür sorgen Julia Druschke und Josephine Volklandt. Die beiden Mädchen aus der Klasse 5b wollten in der Nacht Aale fangen. "Dazu müssen wir auf Grund angeln und Geduld haben", erklärte die 11-jährige Julia, die bereits seit Schuljahresbeginn zur Nachwuchstruppe zählt. Durch sie hatte erst vor kurzem Freundin Josephine ebenfalls gefallen am Sport gefunden, obwohl sie eigentlich nicht gern Fisch isst. "Trotzdem ist es immer schön am Wasser und heute eine super Idee, mit Freunden hier zu zelten", sagte die Pegauerin. So hielt sich kurz nach Mitternacht am wärmenden Lagerfeuer auch die Enttäuschung über den mäßigen Fangerfolg in Grenzen. Doch schon am nächsten Morgen konnten es die Jugendlichen kaum erwarten, wieder die Angeln auszuwerfen.
"Das war wirklich ein echtes Erlebnis nicht nur für die Kids", resümierte Angelchef Hillemann am Ende zufrieden. "Man hat gesehen, wie gut bereits der Kenntnisstand und das Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Natur bei den Jugendlichen ist." Der Erfolg bei der Jugendarbeit spricht für sich und lässt den Pegauer Verein optimistisch in die Zukunft schauen.
Ein besonderer Dank geht dabei an, Zoofachgeschäft Ute Lantzsch, Pegauer Fleisch- und Wurstwaren (PFW), der Wermsdorfer Fisch GmbH, dem Taxibetrieb Wilhelm und der Familie Böhme für die tatkräftige Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung.
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